Arobass IT
Kontakt

Leitfaden

Wie Sie einen IT-Dienstleister für ein Westschweizer KMU wählen

Eine vage Offerte, ein unsichtbarer Ansprechpartner, eine Rechnung in Euro, ein 2-Stunden-Notfallversprechen: das ist keine IT-Betreuung. Fragen vor der Unterschrift — in Genf, Lausanne oder Neuenburg.

20. August 2026

Betreuungsvertrag oder Stundensatz-Reparatur?

Die erste Trennung ist kommerziell, nicht technisch. Die Stundenreparatur verkauft die Störung: Sie rufen an, jemand kommt (oder nicht), Sie zahlen die Anfahrt. IT-Betreuung verkauft den Run: schriftlicher Umfang, Support zu vereinbarten Zeiten, nachverfolgte Störungen, Updates. Für ein KMU mit 5–50 Arbeitsplätzen ist das zweite Modell über 12 Monate günstiger — und jemand kennt den Park, wenn es knallt.

Wirbt die Website mit «PC-Reparatur Genf, Einsatz in 2 Stunden», kaufen Sie eine Warteschlange, keinen Vertrag. Der Alltags-Support eines KMU gehört in den Vertrag. Ein einmaliger Auftrag bleibt nach Klärung möglich; er ist nicht der Köder.

Zuerst remote, dann vor Ort

Die meisten KMU-Störungen (Mail, Zugänge, PC, Backup) laufen remote. Wer Ihren Park kennt, spart mehr Zeit als ein Lieferwagen im Genfer Verkehr. Der Vor-Ort-Einsatz hat Kosten und Frist: er gehört in den Vertrag, nicht ins Marketing.

Misstrauen Sie der erfundenen Ladenfront. Eine Korrespondenzadresse in Lausanne ist kein Walk-in-Shop. Was zählt: ein klarer Kanal (Formular, WhatsApp, später ein Festnetz), ein echtes Gebiet (Genf, Lausanne, Neuenburg und Umgebung) und schriftliche Regeln für den Tag, an dem eine Anfahrt nötig ist.

Daten: nDSG, Server, Microsoft 365

Treuhand, Kanzlei, Industrie-KMU: Dateien und Mail sind kein Detail. Drei Fragen. Wo laufen die angebotenen Hosting-Server (Schweiz im Westschweizer Markt)? Was geschieht mit Ihren Zugängen und Tickets (begrenzter Zweck, kein Weiterverkauf)? Gibt es Vertrag und ADV, nicht nur eine Bestellung?

Microsoft 365 oder Google Workspace verschwinden nicht, weil Sie einen Betreuer nehmen. Wir starten beim Bestehenden. Site- und Dateihosting kann in der Schweiz bleiben; Mail beim Hersteller. Der Klassiker: eine «souveräne» Grossmigration ohne Inventar dessen, was schon konform ist.

Was die Offerte enthalten muss — ohne Preisliste

Kein seriöser Betrag vor dem Audit: der Preis folgt Arbeitsplätzen, Optionen (Hosting, Pikettdienst) und dem Zustand des Parks. In der Westschweiz: Offerte und Rechnung in CHF. Wer ein Waadtländer KMU in Euro fakturiert, addiert Wechselkurs, Papierkram und Distanz.

Eine nützliche Offerte nennt: Umfang (PCs, Server, Mail, Netz), Supportzeiten, Inklusiv, Ausserhalb, Rechnungsrhythmus, Anfahrtsregeln. Kein Stundensatz auf einer Landingpage. Kein «−50 % diesen Monat».

  • Benannter Umfang (drin / draussen)
  • Supportzeiten — Pikettdienst nur schriftlich
  • Währung: CHF für ein Schweizer KMU
  • Ein Name, kein anonymes Ticket
  • Aufnahmezeiten nach Kritikalität — nicht «15 Minuten 24/24»

Genf, Lausanne, Neuenburg — echte Nähe

Eine einzige Seite «ganze Schweiz» sagt einer Assistentin in Carouge oder einem Geschäftsführer in Pully nichts. Fragen Sie, ob es eigene Texte für Genf, Lausanne und Neuenburg gibt — nicht dasselbe Blatt mit anderem Städtenamen. Das Gebiet soll zu echten Fahrten passen, nicht zu einem 200-km-Maps-Radius.

Die Korrespondenz in Lausanne (Business Center) deckt Post und Termine. Sie ersetzt keinen klaren Vertrag. Wer einen PC-Laden sucht, sucht ein anderes Gewerbe.

Fragen vor der Unterschrift

  • Ist der Alltagssupport in der Pauschale, oder pro Anruf?
  • Starten Sie remote? Wann kommen Sie vor Ort?
  • Wo hosten Sie Sites und Dateien?
  • Offerte und Rechnung in CHF?
  • Wer antwortet bei der Störung — ein Name oder eine Schlange?
  • Was gilt ausserhalb der Zeiten ohne Pikettdienst?
  • Können Sie bei Microsoft 365 / Google bleiben?

Sind die Antworten Slogans («wir sind 24/24», «wir sind in 2 Stunden da», «am günstigsten in Genf»), suchen Sie weiter. Ein unverbindliches Audit, schriftliche Rückmeldung innert 1 Arbeitstag, dann eine Offerte: das ist das Tempo eines Partners, der bleiben will.

Häufige Fragen

  • Muss der Dienstleister in der Schweiz sitzen?

    Für ein Westschweizer KMU zählen Währung (CHF), Sprache, Einsatzgebiet und Hosting in der Schweiz. Der Rechtssitz kann woanders sein; Korrespondenz und Vertrag müssen lesbar sein.

  • Ersetzt IT-Betreuung Microsoft 365?

    Nein. Die Betreuung umfasst Park, Zugänge, Backups und Support. Mail kann bei Microsoft oder Google bleiben. Wir starten beim Bestehenden.

  • Wann wechseln?

    Wenn niemand den Park kennt, Rechnungen unlesbar sind oder Support nur am Störungstag existiert. Ein Audit ermöglicht den Wechsel ohne Totalschaden.

Ein Audit, dann eine Offerte in CHF.

Unverbindlich. Schriftliche Rückmeldung innert 1 Arbeitstag. Genf, Lausanne, Neuenburg.

Audit WhatsApp (öffnet WhatsApp in einem neuen Tab)